Lust auf Faschingskrapfen?
Aufwändig bleiben sie, die Faschingskrapfen – Zeit spielt eine Rolle. Aber selbstgemacht sind sie einfach schmackhafter als gekauft.


Faschingskrapfen, die sich zeigen lassen.

Ich bin leidenschaftliche Köchin, d.h. ich beschäftige mich auch intensiv mit Lebensmitteln, vor allem mit jenen, die gesund sind. Ich koche nicht nur Rezepte nach, ich entwickle auch immer wieder welche selbst und passe sie an meinen Geschmack an. Alle Rezepte auf unserem Blog sind selbst erdacht und erprobt.


Faschingskrapfen – eine Sünde wert, oder?

Heute mache ich eine kleine Ausnahme hinsichtlich gesund. Denn: in Fett werden meine Faschingskrapfen dennoch herausgebacken. Ohne geht es nicht und schmeckt auch nicht. Aber: Ich versuche dennoch, möglichst hochwertige Lebensmittel zu verwenden. Ich habe unzählige Rezepte ausprobiert und habe schlussendlich dieses selbst zu meinem Rezept entwickelt. Familie und Freunden schmeckt es ebenso. Selbstgemacht ist immer eine Sünde wert.

Generell gilt. Wenn du etwas mehr Zeit hast, d.h. der Teig länger gehen kann, dann kannst du auch die Menge an Germ etwas reduzieren. Das ist aber etwas Erfahrungssache. Generell arbeite ich bei den Faschingskrapfen gerne mit Trockengerm, da dieser immer vorrätig ist und ein sicheres Ergebnis liefert.
Viel Spaß beim Nachmachen. Freue mich auch sehr über eine Rückmeldung.

Rezept: Faschingskrapfen

Zutaten. Oder das kommt rein.

  • 380 g Bio- Weizenmehl glatt oder universal
  • 120 g Bio- Dinkelmehl glatt oder universal
  • 1 Pkg. Bio- Trockengerm
  • 200 g Bio-Milch
  • 90 g Bio- Butter
  • 3 Eigelb von Bio-Eiern
  • 60 g Bio-Zucker
  • ½ TL Salz
  • 1 Pkg. Bio- Bourbon Vanillezucker
  • Zitronenschale einer Bio- Zitrone
  • Rum
  • Öl zum Herausbacken (ich nehme neutrales Bio- Rapsöl – für alle, die es von Oma wollen, u.U. 1 EL Schweinefett)
  • Marillenmarmelade

Zubereiten. So wird´s gemacht.

Zuerst schlage ich die Eigelbe mit dem Zucker, Vanillezucker, Rum, Zitronenschale und Salz im Wasserbad schaumig. Die Menge an Rum, Zitronenschale und Vanillezucker hängt etwas vom persönlichen Geschmack ab. Ich gebe 1 EL Rum, Schale einer ½ Zitronen und 1 Packung (ca. 8 g) Bourbon Vanillezucker hinzu. Die Milch erwärme ich zusammen – idealerweise in der Mikrowelle – mit der Butter, sodass die Butter flüssig wird. Bitte nur lauwarm, denn die Hefebakterien vertragen Temperaturen über 40 Grad Celsius nicht. Sie würden ihre Arbeit einstellen. Die Milch-Butter Mischung und die Eierschaummasse mit den restlichen Zutaten vermischen und zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Ich verwende immer eine Küchenmaschine, da diese die Arbeit wesentlich erleichtert. Aber selbstverständlich funktioniert das auch händisch. Der Teig muss solange geknetet werden, bis er schön weich und elastisch ist. Er sollte nicht mehr kleben. Ansonsten etwas Mehl hinzufügen.

Den Teig bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde gehen lassen…

…erst jetzt den Teig dehnen, d.h. mit einer Hand den Teig nehmen und nach oben ziehen und wieder runterdrücken. Dies ungefähr 5-mal wiederholen.

Eine weitere halbe Stunde gehen lassen…

…nun den Teig auswalken (ca. 1 cm dick) und mit einer runden Form (Größe nach Belieben – ich bevorzuge kleine Krapfen mit einem Durchmesser von 6-7 cm) ausstechen. Die ausgestochenen Krapfen auf ein bemehltes Nudelbrett/Arbeitsfläche oder Backpapier legen, mit einem sauberen Tuch abdecken und ca. 20-30 Minuten gehen lassen. Die Krapfen sollten ihr Volumen verdoppeln. Hier benötigt man etwas Geduld. Hudelt man, dann kann es passieren, dass die Krapfen nicht ausreichend Volumen ausbilden und folglich im Fett untergehen…und das wollen wir nicht 😉 . Und wie schnell sie ihr Volumen verdoppeln, hängt stark von der Raumtemperatur und der Temperatur des Teiges ab. Das Fett sollte im Topf so hoch stehen, dass die Krapfen schwimmen und nicht am Boden aufliegen. Dieses auf ca. 155 Grad Celsius erhitzen. Ich erhitze das Fett zuerst bei höherer Stufe und reduziere dann auf eine mittlere Stufe bei meiner Kochplatte. So stelle ich sicher, dass das Fett zu Beginn nicht zu kalt ist und die Krapfen zu viel Fett aufsaugen. Beim Induktionsherd lässt sich das gut steuern. Du kennst deinen Herd am besten und weißt, wie du die notwendige Temperatur erreichst. Jedenfalls wird zuerst die obere Seite des Krapfens, welche gehen durfte, in das heiße Fett (nach unten) gelegt und der Topf zugedeckt. Ca.2-3 Minuten backen, danach den Deckel herunternehmen, Farbe kontrollieren und die Krapfen vorsichtig (z.B. mit 2 Löffeln) wenden. Weitere 2-3 Minuten ohne Deckel fertig backen. Aus dem Fett nehmen, abtropfen lassen und ggf. mit Marmelade füllen. Hierfür gibt es eigene Fülltüllen. Mit Staubzucker anzuckern und noch lauwarm genießen.

Gutes Gelingen.


TIPP.

Die Krapfen lassen sich hervorragend einfrieren und ein anders Mal nochmals genießen. Der Teig, der nach dem Ausstechen übrigbleibt, lässt sich nicht mehr so gut zu schönen, runden Krapfen verarbeiten. Aus diesen mache ich sogenannte Bauernkrapfen. Hierfür die Teigreste verkneten, ca. 60 g Stücke schneiden, mit der Hand flach drücken, dann zwei Längsschnitte in der Mitte setzen, 20-30 Minuten gehen lassen und wie auch die Faschingskrapfen herausbacken.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.